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Bayerischer Rundfunk dreht auf Windrad im Jura

Mittwoch 22 Mai 2013 at 6:19 pm

Ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks war fünf Tage lang auf dem Jura unterwegs. Über Sinn und Unsinn der Windräder soll in einem "laVita"-Beitrag informiert werden. Dazu stiegen die Fernsehleute auch auf ein Windrad.

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Windrad-Protest vom Jura am Landratsamt

Dienstag 14 Mai 2013 at 12:26 pm

Die Bürgerinitiative "proHeimat" lehnt die massive Ausweisung von Vorranggebieten für Windräder ab. Der Regionale Planungsverband Oberfranken-West ändert das Konzept in verschiedenen Teilen des Landkreises Bamberg. Unter dem Strich werden die Vorrangflächen aber nicht weniger.

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Nur Modschiedel-West gestrichen

Dienstag 14 Mai 2013 at 08:09 am

Fortschreibung des Regionalplans Oberfranken-West – Einwände Weismains nicht berücksichtigt

Landrat Christian Meißner hat engagiert gekämpft, und am Ende war es eine knappe Entscheidung: Mit 9:8 Stimmen entschied der Regionale Planungsverband Oberfranken-West gestern Vormittag im Bamberger Landratsamt, das Vorranggebiet für Windkraft Geutenreuth-Nord im Regionalplan zu belassen. Und damit auch fast alle anderen im Raum Weismain: Gestrichen wird nur Modschiedel-West.

Meißner hatte argumentiert, dass im Raum Weismain die Konzentration sehr hoch ist, da er direkt an die Region Oberfranken-Ost angrenzt und im dortigen Regionalplan für das Nachbargebiet ebenfalls Vorrangflächen ausgewiesen wurden. Zudem gebe es große Photovoltaikanlagen. „Weismain hat halt ein großes Stadtgebiet mit vielen windhöffigen Gebieten und wenig Landschaftsschutz“, sagte dazu Regionalbeauftragte Christiane Odewald. Auf dem Jura beträgt laut Windatlas auf 140 Metern Höhe die Windgeschwindigkeit durchschnittlich mindestens fünf Meter pro Sekunde. Ausschlusskriterien wie Artenschutz oder Siedlungsabstände greifen nicht. Das Hauptargument ist für Odewald das Landschaftsbild mit der Blickbeziehung vom Kordigast herüber. „Das ist aber auch nicht mehr unberührt“, verwies sie auf das Gewerbegebiet zwischen Altenkunstadt und Weismain.

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Schreiben an die Landräte Dr Denzler (Bamberg).und H. Christian Meissner (lichtenfels)

Sonntag 12 Mai 2013 at 11:51 am

Edwin Bergmann  I  Fesselsdorf 1  I  96260 Weismain


Landratsamt Lichtenfels
Herrn Landrat Meissner
Kronacher Straße 28
96215 Lichtenfels
 
 

Sitzung des Regionalen Planungsverbands Oberfranken-West

am 13. Mai 2013

Antrag zur vollständigen Ablehnung und Streichung der geplanten Vorgebiete Nummer 110, 114, 117, 122 und 126


Sehr geehrter Herr ,Meissner

am 13. Mai 2013 findet die nächste Sitzung des Regionalen Planungsverband Oberfranken-West statt. Wir bitten Sie den nachfolgenden Antrag in diesem Rahmen zu behandeln:

Wir beantragen die vollständige Ablehnung und Streichung der geplanten Vorgebiete Nummer 110, 114, 117, 122 und 126
 
Begründung:

Die Kommunen Weismain und Stadelhofen haben sich bereits unter Berücksichtigung des Willens ihrer Bürger gegen die auf ihrem Hoheitsgebiet befindlichen geplanten Vorranggebiete Nr. 110, 114, 117, 122 und 126 ausgesprochen und diese abgelehnt. Die Kommune Wattendorf hat sich zwar bisher noch nicht gegen die Planungsfläche Nr. 114 ausgesprochen, allerdings ist der überwiegende Teil der dortigen Bevölkerung gegen diese Windkraftanlagen. Außerdem würden die WKAs über deren Gemeindegrenzen hinaus wirken und die benachbarten Gemeinden, die sich bereits gegen diese Gebiete ausgesprochen haben, äußerst negativ beeinflussen.

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Die große Verteile

Samstag 04 Mai 2013 at 3:08 pm

Wirtschaftswoche vom 25.02.2013-Nr.9 Roland Tichy 23.02.2013

Die Energiewende könnte bis zu 1000 Milliarden kosten, gesteht jetzt der Umweltminister ein. Aber wer kriegt die Kohle, wer zahlt? Die größte Umverteilung findet nicht mehr durch Steuern statt – sondern durch die Energiewende. Dabei geht es nicht um den Atomausstieg. Es sind die Effekte des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) der rot-grünen Koalition aus dem Jahr 2000. Das funktioniert so: Wer Strom aus Sonne oder Wind erzeugt oder Getreide vergast, erhält einen Strompreis, der weit über den Stromkosten aus Atom, Kohle oder Gas liegt. Und: Dieser grüne Strom hat Vorfahrt. Egal, wie teuer er ist – er verdrängt jeden billigen Strom aus den Netzen. Klar, dass die großen Stromkonzerne die Verlierer sind. Sie müssen Dutzende moderner Kohle- und Gaskraftwerke verschrotten. Das trifft auch viele Stadtwerke. Sie müssen, wie die Stadtwerke München, ihre Anteile an Atomkraftwerken, aber mehr noch an vielen fossilen Kraftwerken abschreiben. Damit sind sie das Großrisiko ihrer kommunalen Eigner.

Die Energiewende kostet so Aktionäre und Kommunen einen dreistelligen Abschreibungsbetrag, der in Peter Altmaiers 1000 Milliarden Euro noch nicht enthalten ist – die größte Kapitalvernichtung seit Kriegsende. Der gewaltigste Posten aber ist die Vergütung des unwirtschaftlichen Grünstroms. Allein bis 2022 werden seine Produzenten die sagenhafte Summe von 680 Milliarden Euro erhalten. Das ist der Betrag, um den Grünstrom teurer ist als herkömmlicher Strom. Gewinner sind also diejenigen, die Solarpaneele aufs Dach geschraubt haben und denen der Staat dafür eine Rendite von zehn Prozent garantiert – und zwar 20 Jahre lang. Ein bislang fast wertloser Acker erzielt eine Windrente von 50.000 Euro. Gewinner und Verlierer sind Nachbarn: Wer ein Wohnhaus oder ein Hotel an der Küste besitzt, wird faktisch durch das Windrad nebenan enteignet – wer will schon im Schatten der gigantischen Lärmmacher wohnen oder urlauben? Die Profiteure des Solarstroms wohnen meist im Süden, wo sie die Solarstadl oder Solarparks betreiben, und im Eigenheim auf dem Land. Draufzahler sind alle Stromverbraucher und Kleingewerbetreibende, denn sie müssen über Aufschläge auf ihre Stromrechnung die 680 Milliarden finanzieren. Sie zahlen auch jene 100 bis 200 Milliarden Euro für neue Stromleitungen, die für den Solar- und Windstrom gebraucht werden. Damit findet eine gewaltige Umverteilung von den städtischen Regionen aufs Land und an die Küste statt; von Mietern, die Zuschläge aufgebrummt kriegen zugunsten von Hausbesitzern mit Sonnenkollektoren auf dem Dach. Von den Bundesländern ist es so vor allem Nordrhein-Westfalen, das ausblutet: An Rhein und Ruhr erstreckt sich die größte Stadtregion Europas. Die Reste der Montanindustrie – Stromkonzerne, Kraftwerke, Zulieferer – verlieren ihre Existenz.

Noch ist die Industrie nicht der Hauptzahler. Ausnahmegenehmigungen verhindern vorerst, dass ihre Stromrechnung zu hoch steigt. Aber damit ist der Strompreis ein politischer Preis. Ausnahmegenehmigungen entscheiden über Leben oder Tod von Betrieben und Branchen. Das feinnervige Geflecht von Stromerzeugern und Stromverbrauchern, Basis für die schwerindustriell geprägte Landschaft zwischen Köln und Kamen, ist zerrissen – mit Langzeitfolgen. Niemand wird dort noch langfristig investieren, wenn morgen die Politik die lebenswichtige Strom-Ausnahmeregelung streichen kann. Und während weltweit die Energiepreise sinken, weil billiges Gas die Märkte überschwemmt – das Energieimportland Deutschland verliert trotzdem. Denn in Deutschland wird billiger Strom durch teuren ersetzt, kosteAuch die Umwelt kennt Sieger – und Verlierer. Energiepflanzen ruinieren Land und Boden. Nur eine Alt-Energie hält sich noch gegen Solar und Wind: Braunkohle. Ihr Abbau aber verschlingt Dörfer und Landschaften. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass erstmals seit Jahren der CO2-Ausstoß wieder steigt. Dumm gelaufen. Im grünen Gewand kommt eine soziale und industrielle Revolution daher. Jetzt frisst sie ihre Kinder. »Roland Tichy 23.02.2013 Auch die Umwelt kennt Sieger – und Verlierer. Energiepflanzen ruinieren Land und Boden. Nur eine Alt-Energie hält sich noch gegen Solar und Wind: Braunkohle. Ihr Abbau aber verschlingt Dörfer und Landschaften. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass erstmals seit Jahren der CO2-Ausstoß wieder steigt. Dumm gelaufen. Im grünen Gewand kommt eine soziale und industrielle Revolution daher. Jetzt frisst sie ihre Kinder. »Roland Tichy 23.02.2013 Quelle :Wirtschaftswoche vom 25.02.2013-Nr.9

 

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